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Changchun-Reisebericht vom Richmaster
Inhalt:
1. Changchun-Reisebericht (das hier unten!)
Navigation: 33%, 50%,
66%
2. Tagesausflug in Jilin
3. ich in Peking
4. Rückflug
Changchun?! Changchun.
Um die Bilder zu vergrößern, bitte druff klicken!
15.05.2009

Foto kurz vor Peking geschossen.
Hinflug war Kindergarten pur. Der
Flieger voll von chinesischen Touristen, die sich daneben benommen haben.
Stewardessen mussten die ganze Zeit nur putzen. Außerdem hat diese Bande von
Idioten die ganze Zeit über die europäische Küche abgelästert ... Bei Ankunft in Peking:
Luftfeuchtigkeit 100 %.
Blödes Foto,
blöder Flug.
Der Rückflug war viel besser. Aber seht doch selbst!
In Peking natürlich gleich mal lecker Essen gewesen. Dass ich von so nem winzigen Teller essen musste, hat mich genervt.
Mit dem Nachtzug nach Changchun. Fahrzeit: 9 Std. Im Zug viele Uniformierte. Einer von denen mit roten Handschuhen ging umher und rückte die Schuhe der Passagiere schön zureckt. Um 22.00 Uhr dann Licht aus und Nachtruhe. Toiletten waren scheiße. Vor dem Waschraum haben sich viele Chinesen sehr dreist vorgedrängelt.
In dem Viertel hier habe ich in Changchun gewohnt.
Vor fast jedem Haus stand eine Tafel
mit cooler Propaganda. Auf der sehr schlecht gemachten Fotomontage hier sieht
man eine Familie, die auf nem Golfplatz abhängt. Daneben steht, dass ein Kind
doch reiche. Und wenn man mal nur ein Mädchen bekommt, soll man sich nicht
grämen, da Mädels und Jungs gleichberechtigt sind!
Naja, wortwörtlich steht da einfach nur:
WENIGER KINDER! JUNGEN UND MÄDCHEN SIND GLEICHBERECHTIGT! WOHLSTAND UND GLÜCK!
Hier sind ein paar Verhaltenstipps aufgelistet. Man soll nicht mit nacktem Oberkörper rumlaufen, nicht rumspucken, nicht rumbrüllen, nicht wie Tiere essen, keinen Müll einfach wegschmeißen, beim Niesen die Hand vor dem Mund halten, usw.
Ich glaube, die Chinesen lachen sich darüber kaputt. Denn: sie laufen gern oben ohne rum, rotzen lautstark, brüllen, usw.
Da,
wo ich gewohnt habe, hörte man ständig Leute rufen. EIER, FRISCHE EIER! Oder:
SAMMLE GEBRAUCHTE HAUSHALTSWAREN! Hier sieht man den Messerschärfer, der den
ganzen Tag mit seinem Fahrrad durch einige Viertel kurvt und ruft: SCHÄRFE
MESSER! SCHÄRFE MESSER!
Man sieht hier ein Fahrrad beladen mit
(falschem) Papiergeld. Das Papiergeld verbrennt man für die Verstorbenen.
Der Typ, der das Geld vertickt, macht wohl gerade Mittagspause.
Die Kommune schickt hier und da mal einige Ärzte in die Wohnviertel. Alte Menschen können sich dann von denen kostenlos durchchecken lassen.
Hier, einer der vielen Outdoor-Schuster im Block.
Morgens um etwa 6.00 fotografiert:
Anwohner kaufen Obst bei einem Bauern.
Wer
meint, in China hält man sich Hunde nur, um sie in den Wok zu schmeißen,
irrt gewaltig.
Hier
spielen ein paar Nachbarn Mahjong.
Dahinter wieder eines von den lustigen Propaganda-Tafeln.
Zwei
Minuten von meinem Zuhause ist der Tier- und Pflanzen-Zoo. Dort darf man morgens
von 5.00 bis 6.00 Uhr umsonst rein. Im Park wimmelt es von Leuten, die
irgendwelchen sportlichen Aktivitäten nachgehen. Hier sieht die
Fähnchen-Tanzgruppe. Meist streiten sich die Damen wegen der Aufstellung, weil
alle in der ersten Reihe tanzen möchten.
Hier sieht man eine Oma beim Thai-Chi. Dahinter machen die jüngeren Aerobic zu lauter Techno-Musik.
Viele Besucher machen recht witzige Thai-Chi-Übungen. Einige laufen klatschend, rückwärts durch den Park. Viele trommeln sich auf den Bauch (wohl um Gewicht zu verlieren). Auch sah ich ein paar Männer, die sich ihr Gemächt hielten und sich dabei schüttelten. Ich vermute, dass diese Übung irgendwie Prostataleiden vorbeugen soll oder so.
Auch im Park.
Auch im Park. Herren lassen ihre Drachen steigen.
Türlich auch im Park. Thai-Chi oder so.
Schwertkämpfer im "Fitness-Park".
Meine Herren! Schönes Bild!
Dieser Kalligrafie-Opa hielt sich häufig den ganzen Tag im Park auf.
Jo, auch im Park.
Kind im Panzer lässt sich von seiner stolzen Mutter fotografieren. Dahinter turnen wieder irgendwelche Leute. Genau an dieser Stelle wird zu einer bestimmten Zeit auch eine "Marschier-Kurs" angeboten. Ich sah dort jeden morgen einige Leute in zivil, die die ganze Zeit hin und her marschiert sind und sich von einer Frau (auch in zivil) anbrüllen ließen. Seltsam ...
Der Klassiker: R-L-Verdreher! "FLIENDSHIP GARDEN".
Einfach auf das Bild klicken und ihr seht's.
Bild wurde auch im Park geschossen.
Vorletztes Bild ausm Park! Versprochen!
Aber der Typ hier ist cool ... Ich weiß nicht, ob auf dem Bilder rüber kommt, dass der Typ nen Opa ist.
Krönender Abschluss der Park-Bilder-Serie!
Der Park vom (künstlichen) Hügel aus fotografiert.
Scheiße, habe noch 1000 weitere Park-Bilder ... Park bei Gewitter, Park am Abend, Park bei Smog und natürlich noch zig coole Typen, die noch coolere Übungen praktizieren ... Vielleicht später doch noch ein paar Park-Pix ...
Ein paar Meter von meinem Zuhause war ne Straße mit vielen Restaurants. Die Autos wurden immer von so Hotelangestellten in Uniformen bewacht. Wenn dann die Gäste fertig mit dem Essen waren und in ihre Karren stiegen, haben diese "Bewacher" dann sehr laut ZURÜCK! ZURÜCK! oder VOR! VOR! gebrüllt und marionettenhaft gewunken. Diese militärische Gehabe ging mir manchmal aufn Sack.
Hier sieht man eines von den besagten Restaurants. Die ganze Belegschaft trifft sich jeden morgen zum Morgenappell. Der Schuppen heißt "Kommunistische Dörfer" oder so ähnlich. Drinnen ist viel von Mao aus der Zeit der Kulturrevolution ausgestellt.
Noch ein Restaurant. Warum hat der Mann, der da Autos von Gästen bewachen will, so eine komische Mütze auf? Er ist halt ein Moslem.
In Changchun gibt's auch ein paar Moscheen; diese hier habe ich aber in Jilin (Nachbarstadt von Changchun) fotografiert. Foto ist nicht so besonders, aber in Jilin hatte ich extremen Schiss vor dem Verkehr.
Kirchen gibt's auch. Hier habe ich eine in einem Vorort von Changchun von weitem fotografiert.
Hier wird gerade ein Geschäft eröffnet. Überall gefakte Geschütze und Schauspieler in Soldatenkostümen ...
aber auch ne Trommel-Combo. Später hat dann noch ein Pop-Sternchen ein paar Songs geträllert. Als der Geschäftsführer mich unter den Schaulustigen entdeckt hat, hat er mir gleich einen Platz angeboten und mir Getränke besorgt. Ich musste mich dann noch mit ihm fotografieren lassen. Im dem Geschäft werden Böden verkauft, u.a. auch Böden aus Deutschland. Aha.
Was will ich mit diesem Bild zeigen?
Also, das hier ist das koreanische Viertel! Die Schriftzeichen da an der Fassade
sind KOREANISCH! Es gibt zwar in diesem Viertel kaum waschechte Koreaner, aber
alle machen ganz tüchtig auf Koreanisch. Das gilt als angesagt und
modern.
Auch koreanisches Viertel. Diesmal traditioneller. Die Koreaner sind eine anerkannte Minderheit in China. Es gibt ungefähr 50 Minderheiten, wenn ich mich nicht irre ...
Der Bursche hier mit dem Cannabis-T-Shirt (da steht noch "potty head") verteilt Flyer vor dem "Hiphop-Wearhouse".
Im koreanischen Restaurant. Bediener waren
alle Chinesen. Aber angeblich ist der Inhaber ein ECHTER KOREANER! Wer's glaubt
...
In diesem Restaurant ist mir folgendes passiert: Das Fräulein kam und fragte:
HUNDEFLEISCH ODER EIN ANDERS GERICHT?! Ich hab dann nur Tee getrunken.
Die Leute, die mir gestanden haben, einmal Hundefleisch gegessen zu haben, haben
das in koreanischen Restaurants gemacht. War wohl früher (!) in Korea sehr
angesagt ...
Beim Friseur im koreanischen Viertel. Man geht über einen roten Teppich da rein, am Eingang begrüßt eine Empfangsdame die Mädels mit KOMMEN SIE HEREIN, SCHÖNHEIT! Eine Angestellte ist dann fürs Haarewaschen zuständig, eine andere für den Schnitt und eine Dritte schließlich fürs Glätten der Haare ...
Den chinesischen Mode-Stil kann man ruhig als etwas zu kitschig und verspielt abtun, aber bei den Frisuren sind uns die Chinesen voraus!
Früher war alles besser!
Apropos Friseur! Hier, ich! Beim Friseur!
Dialog:
Friseur: ICH FIND'S COOL, DASS IHR EUROPÄER SO GROSS SEID.
Ich: JA OKAY, ABER GUCK DIR MAL MEINE FÜSSE AN! 46! DAS IST SCHON
ÜBERTRIEBEN ODER?
Friseur: ICH FINDE EURE AUGEN AUCH ZIEMLICH COOL.
Ich: JA GUT, ABER GUCK DIR MAL UNSERE NASEN AN!
Er war so angetan von mir, dass er vergessen hat, das Geld (50 Cent) zu kassieren.
Hier kann man Köter und so kaufen. Auch Futter von Pedrigree (siehe Reklametafel links!).
Hmmm! Hier werden gerade Tintenfische gegrillt ...
Habe noch vergessen zu berichten, dass im koreanischen Viertel häufig junge Frauen vor den Eingängen der Geschäfte rum stehen und klatschen. Damit will man Kundschaft in die Läden locken. Viele von den Mädels gucken ziemlich psychomäßig ins Leere. Ist aber auch nen blöder Job ...
Das hat aber nix mit dem Bild hier zu tun ...
In der Markthalle.
Auch Markthalle. Dieser Herr hat mich gewaltig genervt. Er hat gesehen, dass ich fotografiere und wollte dann unbedingt, dass ich auch ein Bild von ihm und seinem tollen und aufregenden Stand mache. Ich wollte erst nicht. Dann hat er mir die ganze Zeit seine super Nudeln und sein Brot angepriesen. Die Nudeln seien besser als die in Italien und so. Nerv-nerv! Also habe ich ihn fotografiert.
Koreanisches Viertel am Abend.
Mal ein bisschen Abwechslung.
Dieser künstliche See ist ziemlich zentral gelegen. Ganz nett.
Selber See, gleiche Zeit, nur ne andere Ecke.
Die "Ausläufer" des Sees. Ein bisschen Unschärfe und ein Bild kann ungemein schöner werden ...
Ganz in der Nähe des Hauptbahnhofs.
In irgendeinem Stadtteil. Der Name spielt keine Rolle.
Ich war wenige Wochen vorm Mondfest in Changchun. Zum Mondfest isst man in China lecker Mondkuchen. Hier sieht man Werbung dafür. Es gibt Mondkuchen in allen Geschmacksrichtungen, vor allem mit süßer Füllung aus roten oder grünen Bohnen, Sesam und Ananas. Weitere Geschmacksrichtungen: Birne, Wasserlilie, Schinken, Eier, Kokos, Nüsse, Pfirsich, und und und ...
Ein Gutbild. Vergrößern! Der zweitgrößte Platz der Welt laut Wikipedia. Kulturplatz heißt er.
Hier dreh ich meine Runden auf der 4. Changchun-Automesse. Beim Karren da unten handelt es sich um ein Modell der chinesischen Edel-Marke "Rote Flagge".
Ui, seht ihr, wie verliebt mich die Auto-Tussi anguckt?
Ein futuristisches Gefährt von Toyota und zwei klatschende Gurken.
Bitte auch vergrößern! Wieder ne Markthalle. Hier bekommt man nur original Gefälschtes. Wenn meine Begleiter etwas kaufen wollten, musste ich mich immer verdrücken, weil man ihnen sonst kein gutes Angebot gemacht hat.
Menschen en masse. Hier sollte ich mich vor Taschendieben vorsehen.
Wenn's gar nicht mehr ging, bin mal rüber zum McDonald's. Dort habe ich dann mit den kleinen Buddhas lecker Burger verdrückt.
Hier, das Plumpsklo bei McDonald's. Tief- und Flachspüler sind aber in China auf dem Vormarsch. Weiß jemand nicht, was ein Flachspüler ist? Hier die Erklärung von badratgeber.de:
WC-Schüssel mit horizontaler Auffangplattform, die erst durch das Spülwasser freigespült wird. Vorteil: Analyse der Exkremente leichter, kein Spritzen wie beim Tiefspüler. Typische WC-Form im deutschsprachigen Raum.
(Wenn das Foto scheiße ist, muss wenigstens die Erläuterung gut sein ...)
Hammer-Bild! Vergrößern!
Irgendein Kaufhaus. Ich mag diese Ost-Block-Architektur.
So ne Mao-Statue halt.
Park in der Stadt. Gleich gegenüber dem "China-Japan Union Hospital".
China-Japan Union? Ja, ehrlich! So heißt das Krankenhaus!
Ich war sogar drin!
Sehr genervt hat mich, dass einige Bauern sogar im Krankenhaus auf den Boden
rotzen. Die Ärzte rotzen wenigstens in die Mülleimer ...
Hier sieht man Studenten vor einem andren Krankenhaus. Sie müssen sich da mal durchchecken oder impfen lassen. In der Tür steht ein Polizist, der mich misstrauisch angeguckt hat, aber ich bin da trotzdem rein gegangen! Das ganze Krankenhaus war voller Studenten. Hätte auch gern die Schwestern mit Haube fotografiert, traute mich aber nicht ...
Noch ein Krankenhaus. Diesmal das beste der Stadt (für alles gibt's in China ein Ranking). Hier sieht man, wie Patienten einchecken. Man muss erst bezahlen bevor man untersucht wird. Ich litt in der ersten Woche unter Darmbeschwerden! Beim Gespräch mit der Ärztin stießen einige andere Patienten hinzu und hörten eifrig zu wie ich gerade die Konsistenz meines Stuhl en detail beschreiben sollte. Nachdem die Ärztin erfuhr, dass ich Deutscher bin, erwiderte sie , dass ich ganz prächtig aussähe. Nicht so wie die Amerikaner, die sähen ja ganz grässlich aus. Da habe ich ihr beigepflichtet! Ich wollte ein mildes Medikament verschrieben bekommen, was die Ärztin ziemlich witzig fand, weil alle anderen Patienten gleich die heftigsten Mittelchen verlangten. Die Blutuntersuchung kostete dann noch mal extra. Für die Stuhl-Analyse habe ich zwar auch bezahlt, konnte aber keine Probe vorlegen. Ich hatte doch Verstopfung!!!!! Scheiße ...
Eine Apotheke. Rezepte braucht man in China nicht. Man kann da alles kaufen, was man will. Es ist also nicht selten, dass Chinesen gleich beim zartesten Hauch einer Erkältung in die Apotheke rennen und sich Antibiotika besorgen. Das prangere ich an!
Schüler mit Schuluniform. Min hat die selbe Schule besucht, lief also mit dem gleichen "Turnanzug" rum.
Noch so ne Minderheit. Er verkauft Schaffleisch am Spieß. Ist eine Spezialität bei denen.
Man hat mich gewarnt, ihn zu fotografieren, da sie als aggressiv gelten. Er hat aber keinen Stress gemacht.
Eine von diese typischen "Hütten" (Pagode). In einem Park fotografiert.
In einem Supermarkt. Oft sieht man da mehr Angestellte als Kunden. Hier, ein Angestellter, der die ganze Zeit FLEISCH! JETZT ZUGREIFEN oder so ähnlich ruft.
Na, was wird er wohl rufen? Genau: WASSERMELONEN! JETZT ZUGREIFEN!
Walmart gibt's in Changchun übrigens auch. Da haben alle Angestellten englische Künstlernamen. Z.B. ANGIE, DAVID, SUE oder ANGEL. Fotografieren war dort aber strengstens verboten, darauf wurde sogar mittels Lautsprecherdurchsage hingewiesen.
In der "Changchun Mall" am Bahnhof. Die hat gerade ihr neunjähriges Bestehen gefeiert, weshalb es sehr viele komplizierte Rabatt-Aktionen gab, die alle garantiert kaufsüchtig machen sollen.
Einige chinesischen Markennamen wirken auf uns etwas belustigend ... Bitte vergrößern!
Playboy ist in China eine sehr angesagte und teure Modemarke. Man kann aber auch Kugelschreiber und so von Playboy kaufen. Nur die Heftchen habe ich nirgends entdeckt.
WAHNSINN! Diese Schmuckverkäuferin hat Sommersprossen!! Hättet ihr das gedacht? Chinesin mit Sommersprossen?!
Vergrößern! Dann seht ihr's auch!
Der Verkehr in Changchun ist jenseits von Gut und Böse. Kann man nicht mit dem Verkehr in Peking vergleichen (den ja schon viele Europäer ziemlich chaotisch finden)!
Wenn ich mich im Taxi vorne mal anschnallen wollte (hinten gab's meist keine Sicherheitsgurte), winkte der Fahrer immer ab! DAS BRAUCHEN SIE DOCH NICHT! Okay, dann knallt man eben mit dem Kopp gegen die Seitenscheibe, wenn er mal scharf in einer noch schärferen Kurve bremst ...
Die Fußgängerampeln in Changchun kann man vergessen. Was soll das bringen, wenn man bei Grün über die Straße geht und trotzdem höllisch aufpassen muss, da Rechtsabbieger auch fahren dürfen?!
Blinken tut kein Schwein, Licht machen die meisten auch am Abend nicht an, die Mittellinie (bzw. der Mittelstreifen) wird meist übersehen, Zebrastreifen sind völlig bedeutungslos ... Aber Chinesen sind gut im Hupen! Viele Fahrer haben extra laute Hupen, die mehr nach Sirene klingen.
Ausm Taxi heraus fotografiert. Hier ging's nicht mehr weiter. Straßenverstopfung! Bin dann ausgestiegen und zu Fuß weiter.
Das war nicht mehr lustig! Hier hatten wir auf einer (mautpflichtigen) Autobahn Gegenverkehr! Man sieht noch das Heck von dem Geisterfahrer-Jeep.
Außerdem habe ich gesehen wie ein Lastwagen vor uns Steine verloren hat ... Meine Fresse! Nach dieser Fahrt war ich nervlich am Ende ...
Ein Schwein auf der Straße. Habe ich ausm Taxi heraus fotografiert. Da hatte ein Schweinetransporter ein Leck, überall Schweine. Konnte ich aber nicht mehr fotografieren.
Bus ist auch keine Alternative. Busse und Taxen haben zwar oft ne Spur für sich, aber die Taxifahrer sind ja bekanntlich die derbsten Verkehrsrowdys.
Opa mit einem Handkurbel-Fahrrad.
Einer meiner "Fahrer" in seinem Toyota Crown Baujahr '85.
Er ist für mich immer sehr ordentlich gefahren und hat sich auch Mühe mit den Regeln geben ... Cooler Typ, cooles Auto!
Auf den Straßen sieht man überall solche Reinmachfrauen, die den ganzen Tag den Straßenrand fegen müssen. Es gibt auch welche für die Gehsteige. Da es in der Stadt nur wenige Mülleimer gibt, schmeißt man halt seinen Müll einfach auf den Boden ... Davon leben dann diese Frauen.
Fräulein mit Sonnen-Cap, weißen Handschuhen und einer Plastiktüte übern Sattel ...
Ein brauner Teint gilt als voll hässlich. Deshalb tragen viele Mädels solche "Anti-Sonnenlicht-Masken".
Da Mädels mit solchen "Mützen" immer nur sehr schnell an einem vorbei rauschen, war es extrem schwierig sie zu fotografieren. Das Foto ist also den Umständen entsprechend gut!
Soldaten im Armeefahrzeug. Die winkten mir alle ganz nett zu, einer macht das Victory-Zeichen. Aber das machen Chinesen immer, wenn sie fotografiert werden ...
Straßenbau-Arbeiter haben Feierabend und fahren heim. Abends beim Berufsverkehr, standen oft noch Polizisten auf den Kreuzungen und haben versucht, den Verkehr zu regeln (obwohl die Ampeln funktionierten). Ich habe mich immer scheckig gelacht, wenn einige Fahrer einfach drauf losgefahren sind, sobald er Polizist ihnen den Rücken zukehrte.
Ein Fresstempel. Sehr oft waren die ganz unverschämt kitschig. Seht euch die Plastikpalmen da an!
Hier war ich auch essen. Da waren überall Aquarien mit Fischen, Schildkröten und so. Auch ein Becken mit Seelöwen. Wenn man über den roten Teppich rausgeht rufen diese Damen (es sind insgesamt sechs) im Chor: DANKE, DASS SIE UNSER GAST WAREN! WIR BEGRÜSSEN SIE GERN BALD WIEDER!!!!! Aufn Parkplatz wird man dann schon von den brüllenden "Autobewachern" erwartet ...
Im Großhändler-Viertel.
Auch.
Großhändler-Viertel. Der Typ, der da gerade auf seinem Motorrad ein Päuschen macht, ist ein Motorrad-Taxifahrer.
Im Großhändler-Viertel steht auch der Kaiserpalast, wo der letzte Kaiser von China für kurze Zeit residierte. Die Pferdeställe des Kaisers werden gerade wieder aufgebaut. Und genau das habe ich hier fotografiert. Später wurde ich dann aber von der Baustelle vertrieben.
Achso, den Palast wollte ich nicht besuchen. Hat mich nicht so interessiert ...
Wohnblock im Grossisten-Viertel.
Hier haben wir aufm Dach gegrillt.
Kontrast. Hier eine neue Wohnsiedlung. Die Einfahrten werden von Sicherheitsleuten bewacht, die salutieren, wenn man vorfährt. (Ist eigentlich normal in China)
Die Sonne scheint da auch immer.
In Changchun wird überall gebaut. Bürotürme,
ne Schnellbahn, Konferenzzentren, etc. Ich bin da leider nur mit dem Auto
vorbeigefahren und hatte nicht die Gelegenheit ne vernünftige Baustelle zu
fotografieren. Das hier ist nur eine sehr mickrige. Man kann aber die Hütten
sehen, in denen die Arbeiter wohnen.
Jemand aus der Bau-Branche hat mir das so erklärt: Auf den Baustellen arbeiten
fast ausschließlich Wanderarbeiter. Die Bauern aus der Vorstadt, die man oft am
Straßenrand sitzen sieht, arbeiten nicht auf den Baustellen. Ist ihnen zu hart.
Sie bieten ihre Arbeitskraft eher für Renovierungsarbeiten an. Oder für die
Pflege von Patienten im Krankenhaus oder so.
Ein Bau bei Nacht. Auf den Spruchbändern steht: WIR GRATULIEREN ZUR FERTIGSTELLUNG u.ä.
Apropos Bauern. In einem Vorort von Changchun fotografiert.
Ein sehr netter Bauer.
Die Kreisverkehre in Changchun sind meist sehr schön. Hier ist in der Mitte ein Platz. Heißt "Platz des 21. Jahrhunderts". Da stehen 21 "Säulen" oder so rum.
Kein schönes Bild ...
Noch ein Kreisel. In der Mitte sind auch wieder Säulen. Auf einer (sieht man ganz rechts im Bild) steht irgendein altes Kampfflugzeug.
Bisschen verwackelt. Hab ja kein Stativ. Bitte nicht vergrößern. Dieses Bild sieht klein irgendwie schöner aus ...
In einem Kinderpark. Da steht "USA-IRAK-KRIEG". Kinder können da also den Irakkrieg nachspielen.
Auch die Autoscooter sind ein bisschen martialischer ...
Im selben Kinderpark. Am Weltkindertag durften die Kinder dort früher immer umsonst rein (heute ist der Park fast bankrott, Eintritt muss nicht mehr gezahlt werden). Vor diesem Lai-Ning-Denkmal haben sich dann alle Kinder versammelt und ein Ober-Streber hat noch mal die Story von ihm erzählt: Also, 1988 hat's irgendwo gebrannt und Lai Ning ist mit revolutionärem Eifer den Flammen entgegengetreten. Er war damals 14 Jahre alt und kam in den Flammen um. Der Streber sagte dann jedes Jahr aufs Neue: LAI NING SOLL AUF EWIG UNSER VORBILD SEIN! WIR GELOBEN!! (Oder so ähnlich ...)
Feuerwerk! Anlässlich einer Messe, die zu Ende ging. Die Straße war grün illuminiert, überall Polizei, die die Fußgänger auf die Gehsteige scheuchen wollte.
Und dann ging die Post ab!
Wie gesagt, hab kein Stativ ... :-(
Hier, der "Strich für Nachhilfelehrer". Da stehen also Schüler rum mit Schildern, auf denen zu lesen ist, in welchen Fächern sie Nachhilfe geben können.
Ui, heikel-heikel! Dieses Protestplakat klebte an der Mauer des Gebäudes der Provinzregierung von Changchun. Darauf steht das die Zuständige für den Bau eines Filmparks die Bauarbeiter um ihren Lohn betrogen hat. Die Frau, die da abgebildet ist, ist also ne korrupte Ziege!
Oh, noch heikler! Habe ich in einem Hausflur fotografiert. Plakate von Falun Gong. Auf dem gelben steht FALUN GONG IST GUT! Auf dem andren wird berichtet, dass in Washington 2001 eine Falun Gong-Schule gegründet worden ist.
Der Gründer der Sekte stammt aus Changchun.
Die Herren hier dealen mit Hunden!
Naturschutzgebiet in Changchun. Naturschutzgebiet ersten Ranges.
Gleich neben dem "Streichelgehege" konnte man so ziemlich jedes Körperteil von Hirschen kaufen. Geweih, Geweih-Fell ganz junger Hirsche, Huf, etc.
Auch im Naturschutzgebiet. An dem Tag war es sau-heiß. Ich lief die ganze Zeit nur mit einem Regenschirm (gegen die Sonne) und einer Flasche mit gefrorenem Wasser rum. Und dieser Bernadiener musste die Alte mit ihrer Tochter da ziehen! Der pfiff ausm letzten Loch, der arme Hund!
Es gab natürlich auch ein paar schöne Ecken im Naturschutzgebiet.
Mein letztes Foto aus Changchun. Der Bahnhof war gerammelt voll. Die Damen mit den lustigen roten Zirkus-Uniformen kontrollieren die Tickets. Als ich das Foto schoss zog ich nen Koffer und trug zwei Rucksäcke.
Was jetzt? Ihr könnt euch den Rückflug angucken oder ein paar Bilder aus Peking oder Bilder vom Tagesausflug in Jilin.
Zählwerk